Borderless Aid International School

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2013 wurde Moja kwa Moja – Sei selbst das Projekt e.V. durch einen Besuch in der Schule auf die „Borderless Aid Foundation“ in Ghana aufmerksam und arbeitet seitdem eng mit dem Schulleiter und den Lehrern zusammen. Die Schule wurde im Oktober 2012 von James Arthur im Liberia-Camp gegründet. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern so günstig wie möglich Bildung, Essen und medizinische Versorgung zu bieten. Er erbaute die Schule mittels seiner gesamten Ersparnisse.

Schulleitung
James Arthur

Die Schule kann man sich jedoch nicht annähernd so vorstellen wie die Schulgebäude in Europa. Die Gebäude ähneln eher einem Rohbau, der nur notdürftig und sehr einfach errichtet wurde. Bis Ende des Jahres 2013  gab es noch nicht einmal einen Zaun, geschweige denn Türen auf dem etwas höher gelegten Fundament der damals fünf-räumigen Schule.

Zwei Drittel der Schüler zahlen täglich einen Preis von 1 Ghana-Cedi. Das sind umgerechnet ca. € 0,25. Das restliche Drittel kommt aus solch sozial-schwachen Milieus, dass es sich diesen Betrag nicht leisten kann. Die Eltern haben ein durchschnittliches monatliches Einkommen von rund € 70,00 zur Verfügung. Dennoch werden auch diese Kinder von der Schule mit offenen Armen empfangen, erhalten Bildung und werden mit Nahrung und sauberem Trinkwasser versorgt.

Ein weiterer Unterschied ist das Schulsystem. Grundsätzlich besteht in Ghana allgemeine Schulpflicht, jedoch kann diese aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht eingehalten werden. Zum einen fehlt hierfür das Personal und zum anderen können sich eben viele Eltern die Schule für ihre Kinder gar nicht leisten. Sollte also die Schulpflicht seitens der Regierung streng kontrolliert und verfolgt werden, würde sie Familien in den Ruin treiben.

Ab dem zweiten Lebensjahr können die Kinder in Ghana in die sog. Preparatory School (Vorschule) gehen. Diese Klassen können die Kinder bis zu vier Jahre besuchen. Danach rücken die Kinder in die Primary School (Grundschule) vor und sind somit offiziell Schüler. Anders als bei uns in Deutschland geht die Grundschule in Ghana nicht über vier, sondern sechs Jahre. Nach Bestehen der Grundschule gehen die Schüler weiter auf die Junior High School (weiterführende Schule). Dieser Teil der schulischen Ausbildung dauert 3 Jahre. Nach bestehen der Prüfung haben die Schüler zwei Möglichkeiten. Entweder sie beginnen mit einer Ausbildung oder sie gehen weiter zur Schule und besuchen die Senior High School (Gymnasium). Mit erfolgreichem Abschluss der Schule, erlangen die Schüler die allgemeine Hochschulreife und somit automatisch das Recht auf Immatrikulation an einer Universität oder Hochschule.

In der Borderless Aid Foundation haben die Schüler die Möglichkeit die Vorschule und die Grundschule zu besuchen und abzuschließen.

Wie im zweiten Absatz ersichtlich, ist das Leben in Ghana im Gegensatz zu Europa und vor allem Deutschland wesentlich billiger, doch die notwendigen Ausgaben stehen in keinem reellen Verhältnis zu den Einkommen der Menschen in Ghana. James Arthur selbst zahlt sich keinen Lohn aus und versucht deshalb nebenher noch zu arbeiten, um nicht selbst in existenzielle Nöte zu geraten. Maximilian Neumayer, einer der Gründer von Moja kwa Moja – Sei selbst das Projekt e.V. und Freunde, haben in dieser Schule unterrichtet und ihr Möglichstes gegeben, um die tatkräftigen Angestellten zu unterstützen. Außerdem werden der Schule durch Praktikawelten “Freiwilligenarbeiter” zugewiesen, die dort mehrere Monate lang “Freiwilligenarbeit“ leisten. Dadurch werden Lehrer und Schulleiter enorm entlastet. Moja kwa Moja – Sei selbst das Projekt e.V. hat bereits durch zahlreiche Spenden und durch die Zusammenarbeit mit der Schule selbst viel bewirken können und will dies noch stärker ausbauen.

Nicht nur Essen und Bildung konnte gesichert werden, sondern auch schon einige Menschenleben. Die beiden Kinder Paul (11) und Herbert (6) litten beide an der bekannten „Malaria Tropica“. Beide wurden lange Zeit nicht behandelt, was zur Folge hatte, dass sich die Parasiten der Krankheit mit jedem “Schub” vermehren konnten. Beide mussten um das Überleben kämpfen, wobei die Situation bei einem der beiden Jungen lebensgefährlich war. Beide Vorfälle, unvergesslich, doch keine Seltenheit in Ghana, traten innerhalb eines Monats auf und konnten dank der Lehrer, die mehr als gemeinschaftlich-soziales im Sinn haben, gut überstanden werden.

Gewiss ist den meisten von uns bewusst, dass solche Schicksale nicht vermieden werden können, doch wir können versuchen, dem entgegenzuwirken. Die Kinder sollen nicht darüber nachdenken müssen, ob sie heute etwas zu essen bekommen oder überhaupt in die Schule gehen dürfen.

Dafür kann die Organisation sorgen. Deswegen wird die Borderless Aid Foundation nicht nur mit Spenden gestützt, sondern auch mit Hilfe zur Selbsthilfe, Freiwilligenarbeiter und Kooperationen mit anderen gemeinnützigen Projekten im Namen von Moja kwa Moja – Sei selbst das Projekt e.V.

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