Liberia Camp

Das “Liberia Camp” liegt 44 Kilometer westlich von Accra, Ghana und wurde nur aus einem bestimmten Anlass errichtet.

Die Bürger aus Liberia mussten aus ihrem Land fliehen, da dort 1989 – 1996 ein brutaler Bürgerkrieg herrschte. Sie suchten Unterschlupf in Ghana, das diesen auch gewährte und zu diesem Zweck das Liberia Camp in Buduburam aufbaute. 1997 wurden in Liberia  Wahlen ausgetragen, um eine Wiedereinbürgerung unter fairen Bedingungen, für die Flüchtlinge gewährleisten zu können. Das Resultat dieser Wahlen war, dass die “UN Refugee Agency” (UNHCR) Hilfeleistungen an das Liberia Camp in Ghana einstellte und somit das Camp einen grundlegenden Stifter verlor. Während dieses Dilemmas sind 3.000 Liberianer zurück in ihr Heimatland gereist, da großer Mangel herrschte. Die meisten jedoch sind im Liberia Camp geblieben. Nur drei Jahre später brach der zweite Bürgerkrieg in Liberia aus (1999 – 2003) und eine weitere Flüchtlingswelle erreichte Ghana.

Die letzte Zählung im Liberia Camp ergab eine Bevölkerungsanzahl von 42.000 Einwohnern. Infrastruktur ist weit und breit nicht in Sicht. Es gibt dort ein einziges größeres Krankenhaus, das jedoch maßlos überfüllt und entsprechend überfordert ist.

Es gibt nur wenige Schulen dort und nur wenige Familien können sich den Schulbesuch für ihre Kinder überhaupt leisten. Aus diesem Grund hat James Arthur die Borderless Aid Foundation School gegründet. Er verlangt bedeutend weniger Schulgeld als die anderen Schulen. 1/3 der Schüler bezahlen gar kein Geld, was wiederum die Lohnzahlung der Lehrer und Betreuer magerer ausfallen lässt, da trotzdem ein Mittagessen für die Kinder nicht ausbleiben kann.

Das Camp ähnelt eher einem Slum als einem eingegliederten Dorf in Ghana. Doch trotz aller negativen Fakten, leben dort viele Menschen und natürlich auch viele Kinder und Jugendliche, von denen viele mit Leidenschaft Fußball spielen. Pubs und Bars bleiben natürlich nicht aus, denn auch angesichts der schlechten Lage, versuchen die Bewohner des Camps die schönen Seiten des Lebens hervorzuheben. Und was ist schöner als den Abend zusammen mit den Freunden und der Familie an zentralen Punkten einläuten zu lassen. Dabei geht es nicht darum, nicht-vorhandenes Geld für Getränke auszugeben, sondern um das Beisammensein und den gegenseitigen Austausch der Bewohner.

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